4. Education-Projekt/1. Teil: Carmina Burana

Drei erfolgreiche Education-Projekte standen bereits auf dem Programm des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt: In der Saison 2008/09 Hermann Oehrings Kantate „Liebe.Heimat.Tod?“, die mit Frankfurter Jugendlichen in zahlreichen Proben und Workshops erarbeitet wurde. In der Saison 2009/10 Benjamin Brittens Kinderoper „Noahs Flut“, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Genshagen als deutsch-polnisches Projekt erarbeitet, und schließlich in der Saison 2010/11 das berührende Projekt „Sing Yiddish/Brundibar“, ebenfalls ein deutsch-polnisches Projekt, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Genshagen unter der Leitung der jüdischen Sängerin und Schauspielerin Bente Kahan und der holländischen Choreographin Be van Vark.

In dieser Saison wagen wir uns ein Stück weiter. Durch die großzügige Förderung der Schweizer Drosos Stiftung starten wir ein dreijähriges Projekt: In dieser Saison gibt es ein Chorprojekt – Orffs „Carmina Burana“ –, im nächsten Jahr ein Tanztheater-Projekt nach „Die Planeten“ von Gustav Holst, und im dritten Jahr wird es die Uraufführung einer vom Brandenburgischen Staatsorchester in Auftrag gegebene Kinderoper geben. Die Drosos Stiftung bemüht sich besonders um die Förderung sozial benachteiligter Kinder, sei es im sozialen, im sprachlichen oder musischen Bereich. Dabei wird ein besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.

Carl Orffs in den Jahren 1935/36 nach mittelalterlichen Lied- und Dramentexten entstandene weltliche Gesänge „Carmina Burana“ gehören seit ihrem Uraufführungserfolg zu den weltweit beliebtesten und meistgespielten Werken der Musik des 20. Jahrhunderts. Die Qualität und Assoziationskraft von Orffs eindrucksstarker Musik bietet die besten Voraussetzungen zur musikpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Alle im Stück enthaltenen Themen - Glück und Wohlstand, Flüchtigkeit und Wert des Lebens, Freude über die Natur, Genüsse des „weltlichen Lenes wie Trinken und Glücksspiel - sie alle bieten neben der musikalischen Erarbeitung viel Stoff zur Auseinandersetzung und Diskussion in den verschiedenen geplanten Workshops. Unter der musikalischen Gesamtleitung von GMD Howard Griffiths wird das Projekt durch ca. 300 Kinder und Jugendliche in den Altersstufen von 7 – 18 Jahren umgesetzt. Dabei sollen vor allem auch Kinder einbezogen werden, die sonst kaum Gelegenheit haben, sich mit Kunst oder Musik zu befassen. Die Beteiligten kommen aus Schulen in Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde, Beeskow, Strausberg, Müllrose, Zeuthen und aus dem polnischen Slubice. Das Brandenburgische Staatsorchester wird dabei auch mit dem Frankfurter Kleist Forum zusammenarbeiten.

Die Premiere wird am 4. Mai 2013 im Kleist Forum stattfinden, die zweite Aufführung am 5. Mai im Friedrich Wolf-Theater Eisenhüttenstadt.

Dieses Education-Projekt wird ermöglicht durch die Zuwendung der Drosos Stiftung.

Drosos Stiftung

Die Drosos Stiftung setzt sich dafür ein, dass Menschen in schwierigen Situationen ein Leben in Würde führen können. Der Handlungsrahmen der Stiftung umfasst folgende Bereiche: Be¬kämpfung der Armut und ihrer Folgen, Förderung der Gesundheit und Hilfe an Kranke und Versehrte, Förderung des Zugangs zu Bildung und Wissen, Unterstützung schöpferischer Tä¬tig¬keiten von jungen Menschen sowie Schutz der Umwelt.

Die Drosos Stiftung ist in der Schweiz und im Ausland tätig, wobei das internationale Enga¬gement deutlich überwiegt. Der geografische Schwerpunkt des Engagements liegt in der Region Naher und Mittlerer Osten sowie Nordafrika. Die Stiftung konzipiert und unterstützt Vorhaben, die unmittelbar auf die Verbesserung der Lebensumstände bestimmter Gruppen abzielen. Dort, wo sich die Stiftung engagiert, strebt sie anhaltende Wirkung an.

Die Drosos Stiftung wurde Ende 2003 mit Sitz in Zürich gegründet; seit Anfang 2005 ist sie operationell. Die Stiftung verdankt ihre Entstehung einer grosszügigen privaten Initiative. Sie verfügt über ein Stiftungskapital, aus dessen Erträgen sie ihre Aktivitäten finanziert. Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt. Weltanschaulich, politisch und religiös ist sie un¬abhängig.

www.drosos.org


 
 
 

DER KONZERTTIPP



Sonntag, 25. Juni 2017,
16.00 Uhr
Konzerthalle »C. Ph. E. Bach«


2. Kaffeekonzert

Ouvertüren von
Jacques Offenbach:
»Les Brigands«
»Genovefa von Brabant«
»Die Insel Tulipatan«
»Die schöne Helena«
»Die Schwätzerin von Saragossa«
»Herr und Frau Denis«
»Madame Favart«

Johann Strauss:
»Die Fledermaus«

Gioacchino Rossini:
»Wilhelm Tell«

Salomon Jadassohn:
Cavatine für Violoncello und Orchester op. 120

Thomas Georgi, Violoncello
GMD Howard Griffiths, Dirigent





Tickets: 21,- / 18,- / 14,- / 12,- €
 


WUSSTEN SIE SCHON?