5. Education-Projekt
Gustav Holst: »Die Planeten«


Das Universum und wir

Eine überaus erfolgreiche Premiere unseres vierten Education-Projektes liegt hinter uns: »Carmina Burana« von Carl Orff, in der Umsetzung angelegt als reines Gesangsprojekt. Dabei hat sich gezeigt, dass es besonders die verschiedenen künstlerischen Workshops waren, die bei den Schülern nachhaltig die Einstellung zum Projekt prägten und somit unsere Maxime – »Der Weg ist das Ziel« – bestätigten. Nun sollen die im »Carmina Burana«-Projekt gewonnenen Erfahrungen im »Planeten«-Projekt mit anderen Kindern und Jugendlichen in einem Tanzprojekt weiterentwickelt werden.

Die in den Jahren 1913 bis 1916 von dem englischen Komponisten Gustav Holst komponierte Orchestersuite »Die Planeten« bildet dafür sowohl die musikalische als auch gedankliche Grundlage. Denn die astrologischen Charakterisierungen der Planeten unseres Sonnensystems — ohne Erde und Pluto, der zu jener Zeit noch nicht entdeckt war — boten Holst die Möglichkeit, eine Reihe von Musikstücken mit kontrastierenden Stimmungen zu komponieren, die in ihrer jeweiligen ‚Eindimensionalität‘ des Ausdrucks den Hintergrund für das jeweilige Stück bildeten. Dabei kümmerte er sich nicht um astronomische Faktoren, wie etwa den Einfluss von Sonne und Mond oder die richtige Relation der Planeten zueinander, seine Kompositionen fußen auf ihren astrologisch determinierten Eigenschaften. So werden etwa Mars als Kriegsbringer und Venus als Bringerin des Friedens oder Merkur als geflügelter Bote und Jupiter als Freudenspender bezeichnet und entsprechend musikalisch charakterisiert. Darüber hinaus stehen aber auch existenzielle Fragen: Ich bin Teil des Universums. Wirklich? Wenn ja, habe ich irgendwelchen Einfluss? Was kann ich bewirken? Wo stehe ich in der Welt, von der ich Teil bin? Wie stehe ich zu meinen Nachbarn? Wir denken, dass Holsts starke und kontrastreiche Musik eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit diesen Gedanken bietet und geeignet ist, sie in eine ausdrucksvolle Körpersprache umzusetzen.

Das »Planeten«-Projekt wird wieder von künstlerischen Workshops vorbereitet. Diese Workshops finden im Schloss Trebnitz statt, unterstützt und ermöglicht durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und das Schloss Trebnitz. So erarbeitet dort ein Teil der Schüler in Tanz-Workshops die Choreographie, ein anderer beschäftigt sich mit Kostüm und Bühnenbild bzw. Videoherstellung. Ein dritter Teil wird mit selbst gebauten improvisierten Instrumenten Klänge und Musikcollagen als Verbindung zwischen den einzelnen Tanzbildern erarbeiten. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von GMD Howard Griffiths, die Choreographie hat die international renommierte Choreographin Be van Vark übernommen.

Unter Anleitung des Journalisten und Moderators Benjamin Stöwe und in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Studio des rbb entstand zusammen mit den Schüler-Reportern der teilnehmenden Klassen ein Blog, der ständig weitergeführt wird.

Das gesamte Projekt besteht aus drei Teilen: Dem Gesangsprojekt »Carmina Burana« von Carl Orff (Premiere war am 4. Mai 2013), dem oben dargestellten Tanzprojekt »Die Planeten« von Gustav Holst, Premiere ist 17. Mai 2014 im Frankfurter Kleist Forum sowie am 18. Mai die 3. Vorstellung im Friedrich-Wolf-Theater Eisenhüttenstadt. Der dritte Teil wird eine Kinderoper sein (Text/Geschichte Howard Griffiths, Musik Fabian Künzli), die im Mai 2015 Premiere haben wird. Dieses dreiteilige Projekt wird uns ermöglicht durch die DROSOS Stiftung Zürich. Weitere Sponsoren sind die Sparkasse Oder-Spree sowie die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

www.drosos.org

Drosos Stiftung

Stiftung für Deutsch-Polnische zusammenarbeit Sparkasse Oder-Spree Schloss Trebnitz

Schloss Trebnitz


 
 
 

VORGESTELLT



Volker Kunze

Volker Kunze wurde 1954 in Magdeburg geboren. 1960 – 1970 erhielt er ersten Unterricht an der Musikschule Magdeburg in Violine, Oboe und Klavier, bevor er an der Weimarer Musikhochschule 1970 – ... mehr »
 


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