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SO | 7. Juni 2020 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

6. Wiener Klassik

6. Wiener Klassik

Franz-Xaver Süßmayr: Sinfonia turchesca C-Dur SmWV 403

Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Hob. I:103 »Mit dem Paukenwirbel«


Timothy Chooi, Violine

Heribert Beissel, Dirigent

Einerseits zitterten die Höfe Europas seit dem 16. Jahrhundert vor den eroberungsfreudigen Türken. Anderseits kam die fremde Kultur bei Fürsten zwischen Donau, Elbe und Rhein groß in Mode. Man nippte türkischen Mokka, feierte Feiste in türkischem Gewand und sammelte türkische Waffen und Rüstungen. Von dieser Türken-Faszination erzählt heute noch die kostbar eingerichtete „Türckische Kammer“ im wieder aufgebauten Dresdener Schloss. Auch in der Musik brachte die türkische Mode im 18. Jahrhundert die reizvollsten Werke hervor. Das berühmteste dürfte Mozarts „Rondo Alla Turca“ sein. Ähnlich reizvoll ist die bei diesem Wiener-Klassik-Konzert präsentierte, osmanisch beeinflusste „Sinfonia turchesca“) von Franz-Xaver Sußmayrs . Süßmayr war mit Mozart befreundet und wurde vor allem dadurch bekannt, weil er dessen letztes Werk vollendete, das berühmte Requiem.

Das Gegenteil davon, strahlend und von überschäumender Heiterkeit, ist dagegen Mozarts bezauberndes Violinkonzert Nr. 5 A-Dur, das auf Süßmayrs türkische Sinfonie folgt. Als Solist gastiert in Frankfurt ein junger Kanadier, der von der Presse seines Heimatlandes bewundernd „the miracle“ genannt wird: das Wunder. Timothy Chooi sammelte in den vergangenen Jahren bei den wichtigsten Violinwettbewerben der besten Nachwuchsmusiker der Welt erste Preise ein, als hätte er darauf ein Abonnement. Das Brandenburgische Staatsorchester hat in der vergangenen Spielzeit bereits mit ihm musiziert. Fragt man ihn nach seinen musikalischen Höhepunkten der vergangenen Saison, steht das Konzert mit den Frankfurter Musiker bei ihm ganz oben.

Tickets: 31,00 / 27,00 / 23,00 / 16,00 €

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