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SO | 3. Mai 2020 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

5. Wiener Klassik

Maximilian Hornung, Violoncello
Maximilian Hornung, Violoncello | © copyright Marco Borggreve

Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«

Franz Schubert: Cellokonzert a-Moll nach der »Arpeggione« -Sonate bearbeitet von Gaspar Cassadó

Felix Weingartner: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »La Tragica«


Maximilian Hornung, Violoncello

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Wäre Franz Schubert nicht, man hätte diese wunderliche, Arpeggione genannte Erfindung längst vergessen. Ein Arpeggione sieht aus, als wäre einem Cello-Bauer das Material ausgegangen und er hätte mit den Ersatzteilen einer Gitarre experimentiert. Ein Arpeggione hat sechs Saiten wie eine Gitarre, wird aber mit einem Bogen gestrichen wie ein Cello. Es hat den hohen Steg des Cellos, aber auf seinem Hals Metallbünde wie eine Gitarre. Es hat keinen Stachel wie ein Cello und wird mit den Beinen gehalten wie eine Gambe. Mit einer extra für dieses Gitarrencello komponierten Sonate versuchte Schubert vergebens, diesen Zwitter populärer zu machen. Half natürlich nichts. Trotzdem erklingt sie immer wieder – und wird dabei regelmäßig für andere Instrumente adaptiert. Hier nun ist diese Sonate als Cellokonzert zu hören. Den Solopart übernimmt der Cellist Maximilian Hornung (Jahrgang 1986). Mit 19 Jahren gewann er den Deutschen Musikwettbewerb, mit 23 wurde er Solocellist des Symphonieorchesters des Bayrischen Rundfunks und mit 31 Professor in München. Im Gegensatz zu dieser Zielstrebigkeit steht Franz Schuberts Sinfonie Nr. 7., mit der dieses Konzert beginnt. Bis heute beleibt es ein Rätsel, warum er dieses Werk nicht zu Ende schrieb. Jedenfalls besitzt es, was die Romantiker als große Kunst betrachteten: eine Schönheit, der das Fragmentarische nichts anhaben kann.

Tickets: 31,00 / 27,00 / 23,00 / 16,00 €

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