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SO | 29. März 2020 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

4. Wiener Klassik

4. Wiener Klassik

Johann Michael Haydn: Sinfonia D-Dur Perger 13 (Schauspielmusik zu Voltaires »Zaire« ) - 5. Largo

Joseph Haydn: Cellokonzert C-Dur Hob. VIIb:1

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 »Prager«


Maximilian Hornung, Violoncello

Andrea Barizza, Dirigent

Dieses Programm betont das Bindeglied zwischen Joseph Haydn und Mozart, denn zu hören gibt es eine musikalische Perle von Johann Michael Haydn. Er war der jüngere Bruder Josephs und Mozart freundschaftlich sehr verbunden. Johann Michael Haydn übernahm von Mozart die Stelle als Domorganist, schrieb über 40 Sinfonien und mindestens ebenso viele geistige Chorwerke, dazu Kammermusikern und Konzerte für Violine, Trompete, Hörner, Posaune und Trompete. Außerdem komponierte dieses hoch begabte Arbeitstier Musik für Opern, Pantomimen und andere Bühnenstücke wie für Voltaires Tragödie „Zaire“. Darin führen Dogmatismus und religiöser Übereifer die tödliche Klinge gegen das liebende Herz der Sklavin Zaire, deren Glauben nicht indoktriniert, sondern aus ihrem Empfinden gewachsen ist. Johann Michael Haydn hat das musikalisch spannungsreich ausgemalt. Seine Zaire-Musik gleitet von federleichter Heiterkeit in eine tief berührende Zerbrechlichkeit.

Und danach: Wird es sehr temperamentvoll mit Joseph Haydns Cellokonzert C-Dur. Es steigert sich im dritten Satz zu einem wilden Ritt des Solocellos. Gespielt wird es von Maximilian Hornung, dem „Artist in Residence“ des Staatsorchesters. Und am Ende wird auch Johann Michael Haydns Freund Mozart etwas zu diesem Konzert beitragen: seine Sinfonie Nr. 38, die unter dem Namen „Prager“ zum Publikumsliebling wurde. Das Besondere an ihr: Gegen die Mode seiner Zeit hat Mozart ihr ein Menuett vorenthalten. Der Musikwissenschaftler Alfred Einstein meinte zu wissen, warum: In den anderen Teilen dieser Sinfonie sei ja schon alles gesagt.

Tickets: 31,00 / 27,00 / 23,00 / 16,00 €

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