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SO | 22. September 2019 | 19:30
CulturCongressCentrum Brandenburg Havel

Sinfoniekonzert

Sinfoniekonzert

Bohuslav Martinů: »Lidice« Trauermusik für Orchester

Henryk Mikołaj Górecki: Sinfonie Nr. 3 op. 36 »Klagelieder« - II Lento - Largo

Franz Schubert: Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 »Tragische«

Francis Poulenc: Gloria FP 177 für Sopran, Chor und Orchester


Marcelina Beucher, Sopran

Adoramus Kammerchor

Großer Chor der Singakademie Frankfurt (Oder)

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Es gibt keine Finsternis, die nicht vom Licht besiegt werden könnte. Mit dieser Botschaft eröffnet das Brandenburgische Staatsorchester seine neue Spielzeit, die unter dem Generalthema „Krieg und Frieden“ steht. Sie schaut 75 Jahre nach dem Sieg über das Dritte Reich auf die Wunden, die es hinterließ – und zeigt, wie Musik helfen kann, nach dem Dunkel der Vergangenheit lichteren Tagen entgegenzusehen. Zu jener Kette der Verbrechen, die in die schwärzeste Zeit der deutschen Geschichte fielen, gehört die Auslöschung des Ortes Lidice. 1942 umstellten Gestapo, deutsche Polizeikräfte und SS-Offiziere dieses tschechische Dorf, erschossen alle Männer, deportierten alle Frauen, sprengten alle Häuser des Dorfes und ebneten die Ruinen ein. Lidice sollte für immer von der Landkarte verschwinden, als Vergeltungsmaßnahme für das tödliche Attentat auf Reinhard Heydrich – einem der Hauptorganisatoren des Holocaust. Als der tschechische Komponist Bohuslav Martinu im amerikanischen Exil erfuhr, was diesem Dorf widerfahren war, schrieb er ein „Mahnmal für Lidice“. Es ist sein einziges Werk für großes Orchester. Und es fließt in diesem Konzert über in die Musik des polnischen Komponisten Henryk Mikolaj Górecki, in denen ein Klagelied Marias mit einem Gebet verschmilzt, das ein Gefangener im Keller des Gestapo-Hauptquartiers von Zakopane in die Wand ritzte. Eine Musik, die durch einen sphärischen Sopran tief berührt.

Dann leitet Franz Schuberts Sinfonie Nr. 4, die in c-Moll beginnt und im strahlenden C-Dur endet, über von der Klage zu einem Finale der Hoffnung. Und danach reißt vollends der Himmel auf – wenn das Brandenburgische Staatsorchester unter seinem Generalmusikdirektor Jörg-Peter Weigle, der Große Chor der Singakademie und der deutsch-polnische Adoramus-Chor Francis Poulencs „Gloria“ aufführen. Ein Werk, das Musik in Zuversicht und etwas Leuchtendes verwandelt.

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