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SO | 14. Juni 2020 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Oberes Foyer

6. Sonntagsmatinee

Stefan Große Boymann & Dorothea Loichen, Kontrabass
Stefan Große Boymann & Dorothea Loichen, Kontrabass | © copyright Peter Dynow


Stefan Große Boymann

Dorothea Loichen

Jean-Baptiste de Boismortier wusste, wie man zu Geld kommt. Er heiratete die Tochter eines wohlhabenden Goldschmiedes, arbeitete als Steuereinnehmer und hatte als Komponist eine Nase fürs Geschäft. Er schrieb im Frankreich der Rokokozeit Musik, die sehr gefiel und sich gut verkaufen ließ. Ob das nun Trinklieder oder Kantaten, Sonaten oder Ballettmusik war. Es gab Zeitgenossen, die ihm vorhielten, seine Begabung erlaubte es ihm, ohne Anstrengungen den Geschmack eines eher anspruchslosen Massenpublikums bedient zu haben. Andere nannten sein umfangreiches Oeuvre eine kostbare Mine, in der sich so viel Goldstaub finden lasse, um daraus ganze Barren zu gießen. In diesem Bergwerk der musikalischen Kostbarkeiten schürfen nun auch Dorothea Loichen und Stefan Große Boymann. Sie präsentieren Werke des französischen Rokokos als extravaganten Hörgenuss – auf zwei Kontrabässen. Wer an der Klangfülle dieser Instrumente zweifelt, sollte vor dem Konzert Patrick Süßkinds Einakter „Der Kontrabass“ lesen. Da ist beschrieben, was man bei diesem Konzert hören kann: wie Kontrabässe zwitschern, sich in höheren Lagen vergnügen, genüsslich ihren samtigen Bass ausbreiten und mehr können, als nur begleitend zu brummen.

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