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FR | 8. November 2019 | 19:30
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

3. Philharmonisches Konzert

Maximilian Hornung, Violoncello
Maximilian Hornung, Violoncello | © copyright Marco Borggreve

Siegfried Matthus: »Nächtliche Szene im Park« aus der Oper »Graf Mirabeau«

Edward Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85

Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56, MWV N 18 »Schottische«


Maximilian Hornung, Violoncello

Georg Fritzsch, Dirigent

Samuel Barber erging es mit seinem „Adagio For strings“ wie Günter Grass mit der Blechtrommel. Es ist ein Geniestreich, der ihm in jungen Jahren gelang und der alles überstrahlte, was er danach schuf. Dieses Adagio erinnert an die Oder, so langsam und gleichmäßig, wie es dahinfließt und wie es sich fernhält vom Bombast und seine Schönheit aus seiner Schlichtheit schöpft. Es berührt nicht weniger als Edward Elgars Cellokonzert, das ein Abbild tiefster seelischer Erschütterungen ist – und eines der schönsten und berührendsten Konzerte, die für Cello geschrieben wurden.

Elgar hat in diese Kompositionen all seine Wut, seine Trauer, seine Erschütterungen und seine Ohnmacht hineingegeben, den ganzen Aufschrei seiner Gefühle, mit dem er auf die Urkatastrophe seiner Zeit reagierte. Als im Sommer 1916 die verlustreichen Offensiven der Alliierten an der Westfront abprallten, war Elgar über das Ausmaß dieses sinnlosen Blutbades so entsetzt, dass er vorübergehend nicht mehr komponieren konnte. Doch dann konnte er sich wieder sammeln und vollendete dieses Cellokonzert. Es ist das letzte große Werk, das Elgar schrieb. Denn kaum war damit fertig, starb seine schon länger erkrankte. Ihr Tod traf ihn so tief, dass Elgar in seiner Arbeit keinen Sinn mehr sah und sagte: „Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder ein neues Stück zu vollenden. Es gibt keinen Anreiz etwas zu Ende zu bringen.“

Als Solist wird der Cellist Maximilian Hornung, der „Artist in Residence“ dieser Konzertsaison, Elgars Meisterwerk interpretieren.

Tickets: 31,00 / 27,00 / 23,00 / 16,00 €

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