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SO | 21. Februar 2021 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

4. Klassik am Sonntag

Christian Seibert
Christian Seibert

Enjott Schneider: »Raptus« – Die Freiheit des Beethoven

Saverio Mercadante: Zwei Potpourris für Oboe mit kleinem Orchester

Franz Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92


Christian Seibert, Klavier

Ruth Pfundstein-Langes, Oboe

Kazem Abdullah, Dirigent

Enjott Schneider schrieb Musik für den »Tatort«, die Reihe »Polizeiruf 110« und für Kinoerfolge wie »Schlafes Bruder« und »Das Mädchen Rosemarie«. Vor allem aber komponiert er für den Konzertsaal, die Oper und die Kirche. Er darf als der einflussreichste deutsche Komponist der Gegenwart gelten. Und auch er hat Beethoven befragt – unter anderem mit seinem Werk »Raptus«. Schneider reflektiert darin zum einen die Freiheit, die sich Beethoven nahm, als er bis dahin unerforschtes musikalisches Gelände betrat. Zum anderen nimmt er für sich selbst eine solche Freizügigkeit in Anspruch, mit der er Beethoven ver- und umarbeitet.

Auch Franz Liszt hat die von Beethoven neu formulierten Formen nicht einfach übernommen, sondern fortgeschrieben. Schon sein 1. Klavierkonzert durchbricht das von Beethoven manifestierte Schema für diese musikalische Gattung. Durch das direkte Aufeinandertreffen von Beethoven und Liszt lässt sich das bei diesem Konzert bestens vergleichen.

Wie Liszt seine Klaviermusik vom Lyrisch-Schwärmerischen zu triumphaler Leuchtkraft steigert, wird Christian Seibert ausmalen. Der in Frankfurt (Oder) lebende Musiker hat sich als Pianist, Festivalchef und -organisator, Musikschul-gründer und Musikpädagoge sehr verdient gemacht. Bereits mit zehn Jahren gab er seine ersten öffentlichen Konzerte, begann mit 16 sein Musikstudium und gewann den Busoni- und den Robert-Schumann-Wettbewerb. Er gastierte in München, Salzburg, Hamburg, Bremen, London, New York und Dubai und beim Klavierfestival Ruhr. Mit dem Bran-denburgischen Staatsorchester hat er unter anderem Werke von Alexander Tansman aufgenommen.

Ruth Pfundstein-Langes spielt den Solopart in den ausgesprochen vergnüglichen Mercadante-Potpourris. Sie studierte in Köln und am Salzburger Mozarteum, war unter anderem Solo-Oboistin in Klagenfurt und ist seit 1994 Solo-Oboistin des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt.

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