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SO | 27. September 2020 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

1. Klassik am Sonntag


Tobias Broström: »Arena« Konzert für Schlagzeug und Orchester

Alexej Gerassimez: »Piazonore« für Vibraphon und Orchester

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«


Alexej Gerassimez, Schlagzeug

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Die Avantgarde der Napoleonischen Zeit trifft auf die Avantgarde des 21. Jahrhunderts: Viel ist darüber geschrieben und spekuliert worden, ob und wie Beethoven in seiner »Eroica« Napoleon als Revolutionär und Weltveränderer verherrlichen wollte und es dann doch nicht tat, als er in dem Imperator den Tyrannen erkannte. Nun ist die Sinfonie aber nicht nur deshalb so berühmt geworden, weil sie eine Zeitenwende besang – sondern weil sie selbst eine angeschoben hat. In der »Eroica« führt Beethoven Neuerungen ein, die bis dahin beispiellos in der sinfonischen Tradition waren. Mit diesen Formexperimenten, die bis zur völligen Auflösung der Taktordnung führen, hat er selbst Geschichte geschrieben. Und wusste um sein Genie. Wäre er als Militär so begabt wie als Musiker, hätte er Napoleon schon längst besiegt – behauptete er zu jener Zeit, als der Kaiser der Franzosen Europa überrannte.

Alexej Gerassimez, unser Artist in Residence, tritt da weitaus bescheidener auf, auch wenn ihn mit Beethoven zweierlei verbindet. Wie er forscht dieser junge Musiker nach neuen musikalischen Ausdrucksformen und arbeitet ebenfalls zweigleisig als Interpret und Komponist. Dabei sucht Gerassimez sukzessive die Möglichkeiten und Diktionen des Schlagzeugs zu erweitern. Er vermag eine einzige Snare Drum wie ein ganzes Schlagzeug einzusetzen. Und wenn er das große Percussion-Arsenal aufbaut, ist es, als wäre er allein ein ganzes Orchester.

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