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SA | 10. Juli 2021 | 15:00
Kloster Chorin

Choriner Musiksommer 2021


Bedřich Smetana: »Mein Vaterland«


Anne Kathrin Meier

Małgorzata Picz

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Was den Deutschen das »Nibelungenlied« und den Briten die Artussage ist den Tschechen Smetanas »Mein Vater-land«. Mit diesem Werk gelang ihm das einmalige Kunststück, ein Nationalepos nicht in literarischer, sondern in musikalischer Form zu verfassen. Er selbst betrachtete sein Opus Magnum als eine sinfonische Versdichtung – was es den großen Epen der europäischen Literaturgeschichte umso ähnlicher macht.

Diese Musik erzählt vom Glanz und Untergang der ersten Prager Königsburg, mäandert dann tonmalerisch die Moldau hinunter von der Quelle bis zu dem Hügel, auf dem sich heute der Hradschin über Prag erhebt. Wir hören den Fluss über Stromschnellen springen, an einer Jagd vorbeifließen, sich in Mondscheinatmosphäre ergießen und sich majestätisch ausbreiten.

Danach greift Smetana die Sage von Šárka und ihren Amazonen auf. Enttäuscht von der Liebe, will sich Šárka an allen Männern rächen, lässt sich listenreich an einen Baum binden und vom Ritter Ctirad retten. Als er und sein Gefolge ihre gute Tat mit einem Trinkgelage feiern, fällt Šárka mit den Amazonen über die Berauschten her.

Nach diesem Blutbad lässt Smetana seine Musik über »Böhmens Hain und Flur« spazieren, um sich dann mit den Schlussteilen »Tábor« und »Blaník« dem Glaubens- und Freiheitskampf der Hussiten zuzuwenden.

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