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SO | 29. Mai 2022 | 11:00
Messehalle 1

6. Klassik am Sonntag – Deutsch-Polnische Musikfesttage an der Oder


© copyright Julie-Marie Sundal

Emil Nikolaus von Reznicek: »Frieden« Eine Vision für Chor, großes Orchester und Orgel

Anton Bruckner: Messe Nr. 3 f-Moll WAB 28


Simone Schneider, Sopran

Julie-Marie Sundal, Alt

Thomas Michael Allen, Tenor

Hanno Müller-Brachmann, Bass

Philharmonischer Chor Berlin

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Emil Nikolaus von Reznicek stellte sich couragiert gegen den Zeitgeist: Als sich Europa 1914 in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts stürzte, vollendete er seine mit »Eine Vision« untertitelte Kantate »Der Frieden«. Der Philharmonische Chor Berlin hatte sie 1915 zusammen mit Bruckners Messe Nr. 3 aufgeführt. Unser Konzert ist eine Rekonstruktion dieses historischen Programms.

Reznicek zählte damals zu den am meisten aufgeführten Komponisten des deutschsprachigen Raumes. Heute ist er fast vergessen. So wollen wir Ihnen einen Komponisten nahebringen, der bestechende Instrumentierungen schuf und das Aperçu der ausschweifenden Geste vorzog. Das Interessante an Reznicek aber ist seine stilistische Vielseitigkeit. Der Komponist habe sich, betont der Reznicek-Herausgeber Michael Wittmann, nicht nur an Mahler, Bach und Beethoven orientiert, sondern genauso Volksmusik, Tanzmusik und Jazz in sein Schaffen einfließen lassen und sei als »Pionier der Polystilistik« seiner Zeit um Jahrzehnte voraus gewesen.

So ähnlich muss sich auch Bruckner gefühlt haben, als er seine Messe Nr. 3 vor gut 150 Jahren das erste Mal aufführen lassen wollte. Die Wiener Hofkapelle lehnte sie damals wegen „Unspielbarkeit“ ab. Heute zählt sie zu den wichtigsten und beliebtesten Chorwerken der Romantik. Wir führen dieses faszinierende, berauschende Werk unter Leitung unseres GMD Jörg-Peter Weigle auf. Es singen Simone Schneider (Sopran), Julie-Marie Sundal (Alt), Thomas Michael Allen (Tenor) und Hanno Müller-Brachmann (Bassbariton)

Tickets: 31,00 / 27,00 / 23,00 / 16,00 €

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