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FR | 8. Oktober 2021 | 19:30
Messehalle 4

2. Philharmonisches Konzert

Franz Strauss‘ Hornkonzert mit Felix Klieser
Franz Strauss‘ Hornkonzert mit Felix Klieser | © copyright Maike Helbig

Richard Strauss: »Tod und Verklärung« op. 24 Sinfonische Dichtung

Franz Strauss: Hornkonzert c-Moll op. 8

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90


Felix Klieser, Horn

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Felix Klieser war bereits mit 13 Jahren Jungstudent an der Hannoveraner Hochschule, ging mit Sting auf Tournee, spielte unter Sir Simon Rattle und war »Echo Klassik«-Nachwuchskünstler des Jahres. Mit ihm gastiert einer der besten Hornisten der Welt beim Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. Ein Solist, dessen Spieltechnik absolut einmalig ist.

Denn Felix Klieser wurde ohne Arme geboren. Er bedient die Ventile seines Instrumentes mit den Zehen seines linken Fußes, wobei das Horn auf einem Spezialstativ fixiert ist. Während Hornisten mit ihrer rechten Hand im Schalltrichter den Klang mit formen, erzeugt Klieser die durch dieses sogenannte Stopfen erreichten Färbungen durch eine spezielle Atemtechnik, Mund- und Zungenstellung – oder er benutzt über ein zweites Stativ einen Dämpfer, den er mit dem rechten Fuß steuert. »An der Klangfindung habe ich unglaublich viel gearbeitet«, sagt der 30-Jährige.

Das Ergebnis seiner mit Beharrlichkeit erreichten Perfektion lässt die Musikkritiker jubeln. Sie rühmen sein »rundes, nobles und von unendlichen Atemreserven getragenes Legato« und applaudieren ihm für seine »extrem straffen und mitreißenden Interpretationen«. Klieser, der bei diesem Konzert unter der Leitung von GMD Jörg-Peter Weigle zu hören ist, beschreibt die Essenz seines Musizierens so: »Es geht um das Berühren«.

Ein Credo, das auch ausgezeichnet zur 3. Sinfonie von Brahms passt. Mit dem Satz »es ist lauter Liebe und das Herz geht einem dabei auf«, beschrieb Antonín Dvořák die Schönheit dieser Komposition, die sich aus einer melancholischen Stimmung schwerelos erhebt und leidenschaftlich und gelöst endet. Ein Art Erlösung hatte auch Richard Strauss in »Tod und Verklärung« vor Augen. Er selbst sagte, er habe künstlerisch darzustellen versucht, dass wahre Vollendung nicht auf der Erde, sondern nur im »ewigen Weltenraum« zu finden ist.

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