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SO | 27. November 2022 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

2. Klassik am Sonntag


© copyright Alessandro Corio

Fanny Hensel: Ouvertüre C-Dur

Felix Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll op. 64

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Hob. I:103 »Mit dem Paukenwirbel«


Tianwa Yang, Violine

Andrea Barizza, Dirigent

Andrea Barizza hatte in seiner ligurischen Heimatstadt La Spezia zunächst Klavier studiert und war nach seinem Diplom als Kammermusiker erfolgreich. Dann absolvierte er in Italien und Dresden ein zweites Musikstudium im Fach Dirigieren und war unter anderem Preisträger des Dirigierwettbewerbes der mitteldeutschen Hochschulen. Er arbeitete unter anderem mit der Dresdener Philharmonie und der Staatsoperette Dresden, mit dem Mailänder Orchester Giuseppe Verdi und dem Sinfonieorchester Porto zusammen. Hier nun dirigiert er ein Programm, bei dem wir uns angesichts unseres Saisonmottos »MännerOderFrauen« den komponierenden Geschwistern Fanny und Felix Mendelsohn widmen.

Musikalische Genies waren sie beide. So ist das hier von Tianwa Yang – in dieser Spielzeit »Artist in Residence« – interpretierte Violinkonzert eines der schönsten, bewegendsten und mitreißendsten Schöpfungen dieser Gattung – mit der Mendelssohn mal wieder aus dem Rahmen der Konventionen ausbrach.

Während er seinen Weg als Dirigent und Komponist gehen konnte, war seiner Schwester diese Art der Selbstverwirklichung verwehrt. Für Frauen konnte Musik nur Zierde, nicht Beruf werden – das bekam Fanny von ihrem Vater schriftlich. Komponiert hat sie trotzdem – auch nach ihrer Hochzeit mit dem Berliner Hofmaler Wilhelm Hensel, der seine Frau in ihrem künstlerischen Schaffen ausdrücklich unterstützte. Im zweiten Jahr dieser Ehe schrieb sie die Ouvertüre C-Dur. Sie beeindruckt durch außergewöhnliche Fantasie und eine effektvolle Orchestrierung, luftige, klare Texturen und einen raffinierten, die Überraschung auskostenden Schluss.

Auch wenn Haydns Sinfonie Nr. 103 20 Jahre früher entstanden war, weist sie mit ihren wechselnden Klangfarben, Stimmungen und Tempi bereits Richtung Romantik. Und setzt mit dem namensgebenden Paukenwirbel zu Beginn ebenfalls auf Verblüffung.

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