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Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt

Biografie

Die Geschichte des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (BSOF) reicht bis ins Jahr 1842 zurück. Nach der Einheit Deutschlands etablierte es sich als ein weit über die Landesgrenzen Brandenburgs hinaus wirkendes Sinfonieorchester. Dies spiegelt sich in der regen Gastspieltätigkeit wider, die dieses Orchester zu Konzertreisen quer durch Deutschland und  zahlreiche Länder Europas und wiederholt nach Japan führte.

Das BSOF ist das einzige A-Orchester in Brandenburg und wurde 1995 von der Landesregierung zum Staatsorchester erhoben. Es gehört zu den wichtigsten Stützen des Musiklebens in Brandenburg. Zudem liegt diesem in Frankfurt an der Oder und an der deutsch-polnischen Grenze beheimateten Orchester an einer engen Zusammenarbeit mit polnischen Partnern.

Das BSOF hat durch zahlreiche und zum Teil prämierte CD-Ersteinspielungen auf sich aufmerksam gemacht. Daneben tragen Rundfunkmitschnitte des rbb und von Deutschlandfunk Kultur und die Einspielung von Filmmusiken zum außerordentlichen Renommee dieses Klangkörpers bei. So hatte das BSOF auch den Sound-Track für den im März 2021 ausgestrahlten ZDF-Mehrteiler »Ku’damm 63« aufgenommen.

Dieses Orchester durfte bisher mit Künstlern wie Sabine Meyer, Simone Kermes, Sharon Kam, Ivo Pogorelich, Shlomo Mintz, Daniel Hope, Mstisław Rostropowitsch und Martina Gedeck zusammenarbeiten. Seit einigen Jahren bereichert es seine Konzerttätigkeit zudem mit einem »Artist in Residence«. Auf den Trompeter und ECHO Klassik-Preisträger Simon Höfele in der Spielzeit 2021 / 22 folgt nun die international gefeierte Geigerin Tianwa Yang. Außerdem kooperiert das BSOF seit geraumer Zeit mit der Berliner Universität der Künste, der Berliner Musikhochschule »Hanns Eisler« und dem Dirigentenforum.

Mehrfach ausgezeichnet wurde das Brandenburgische Staatsorchester für seine Education-Arbeit. Unter dem Chefdirigenten Howard Griffiths (2007 – 2018) hatte es mit Projekten, in die Hunderte Kinder und Jugendliche aus Ostbrandenburg und der polnischen Nachbarregion eingebunden waren, bei der kulturellen Bildung und dem interkulturellen Dialog in Brandenburg neue Maßstäbe gesetzt. Zudem übernimmt das BSOF bei den Bayreuther Festspielen seit 2010 die musikalische Begleitung von »Wagner für Kinder«.

Seit der Spielzeit 2018 / 19 ist Jörg-Peter Weigle Generalmusikdirektor und Künstlerischer Leiter und Roland Ott Intendant des BSOF. Gemeinsam haben sie das Repertoire des Staatsorchesters um neue Facetten bereichert. Davon zeugen etliche Uraufführungen junger Komponisten, Crossover-Projekte, neue Kammermusikreihen und neue Konzerte an ungewöhnlichen Orten. Dabei gab es ein bundesweites Medienecho für die Aufführung von Schostakowitschs »Leningrader« Sinfonie als großes Friedenskonzert auf den Seelower Höhen im Jahr 2020.

Zudem hat das BSOF mit einer Serie neuer Schulprojekte, die verschiedene »Spannungsfelder« ausloten, seine Education-Arbeit weiter ausgebaut und erweitert seine Gastspieltätigkeit mit Konzerten in der Tonhalle Zürich, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und der Kölner Philharmonie.

Auch die chorsinfonische Arbeit des BSOF haben Weigle und Ott durch außergewöhnliche, mit dem Philharmonischen Chor Berlin oder der Frankfurter Singakademie realisierte Projekte auf ein neues Niveau gehoben. Besonderes Publikums- und Medieninteresse weckte dabei die Wiederentdeckung von Georg Schumanns Oratorium »Ruth«.

Neue Wege ging das BSOF 2020 / 21 während der Corona-Pandemie. Mit Musik-Demonstrationen, Open-Air-Veranstaltungen, Mini-Konzerten für Kitas und soziale Einrichtungen, diversen digitalen Formaten, Online-Konzerten und CD-Produktionen blieb das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt auch in dieser schwierigen Zeit sicht- und hörbar.

Mit gefeierten Konzerten wie einem Benefizkonzert für die Hochwasseropfer der Ahrtal-Katastrophe und der Aufführung von Mahlers 3. Sinfonie konnte das BSOF 2021 / 22 zu seinem regulären Spielbetrieb zurückkehren. In der Saison 2022 / 23 präsentiert es nun ein Programm, das von den frühen Tonfilmhits bis zur konzertanten Aufführung von Webers »Oberon« reicht, Werke des großen romantischen Repertoires genauso umfasst wie Wiener Klassik, Klassiker der Moderne und  des Jazz und zeitgenössische Werke.