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Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt

Biografie

Frankfurt (Oder), Potsdam, Berlin, Bayreuth, Tokio – das sind die Pole, zwischen denen sich das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (BSOF) aktuell bewegt. Es ist das einzige A-Orchester Brandenburgs, prägt das Musikleben seiner Hauptspielorte Frankfurt (Oder) und Potsdam maßgeblich und zählt zu den Stützen der großen Musikfestivals der Region. Es ist mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg verwachsen, spielt jedes Jahr beim Choriner Musiksommer und ist Mitorganisator und einer der Hauptveranstalter der neu konzipierten und erweiterten Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder. Als Orchester der äußert erfolgreichen Kinderoper-Produktionen gehört es inzwischen zum festen Bestandteil der Bayreuther Festspiele.

Die Wurzeln des BSOF reichen bis in das Jahr 1842 zurück, als das Theater der Stadt Frankfurt (Oder) einen eigenen Klangkörper bekam und sich als Dreispartenhaus etablierte. Nach dem politischen Umbruch von 1989/90 und der Neuordnung der Kulturlandschaft in der ehemaligen DDR durchbrach dieses Orchester seinen bisherigen Wirkungskreis und nutzte die neuen Möglichkeiten, um sich künstlerisch und institutionell weiterzuentwickeln. Es stieg zum größten Klangkörper des Bundeslandes Brandenburg auf und wurde 1995 von dessen Landeregierung zum Staatsorchester erhoben.

Gastspielreisen führten das BSOF in den vergangenen drei Jahrzehnten durch viele Länder Europas und wiederholt nach Japan, wo es zuletzt im Mai 2019 unter anderem in Tokio und Kyoto in ausverkauften Konzerthallen spielte. Es hat zahlreiche ambitionierte CD-Projekte umgesetzt, für Computerspiel-Bestseller, Film- und Fernsehproduktionen die Musik eingespielt und mit Stars wie Martina Gedeck, Sharon Kam, Daniel Hope, Simone Kermes, Christoph Eschenbach und Mstislaw Rostropowitsch zusammengearbeitet. Besonders erfolgreich und vom Publikum gefeiert war in der Saison 2019/20 die Zusammenarbeit mit der Sängerin, Schauspielerin und Songschreiberin Katharine Mehrling

Seit der Spielzeit 2018/19 bindet das Brandenburgische Staatsorchester einen Artist in Residence in seine Konzerttätigkeit ein und erweitert damit sein künstlerisches Spektrum. Zurzeit gastiert der international hoch angesehene Schlagzeuger und Alexej Gerassimez beim BSOF und bereichert dessen aktuelles Programm mit neuen Klängen, Formaten und eigenen Kompositionen.

Zudem wurde die Arbeit mit und für Kinder zu einem zentralen Anliegen des BSOF. Es hat in den vergangenen Jahren zahlreiche große Education-Projekte realisiert, bei denen Hunderte von deutschen und polnischen Kindern gemeinsam mit ihm ambitionierte Bühnenwerke entwickelt und aufgeführt haben. Für dieses Engagement ist das Brandenburgische Staatsorchester wiederholt ausgezeichnet worden. Howard Griffiths, von 2007 bis 2018 Generalmusikdirektor, künstlerischer Leiter und Chefdirigent des BSOF, hatte diese Education-Arbeit initiiert und etabliert. Während seiner Zeit in Frankfurt schrieb er drei Musikmärchen, die als Buch mit CD erschienen sind und in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden. Die Musik dazu spielte das BSOF ein. Die Zusammenarbeit mit Griffiths setzen seine Nachfolger in dieser Spielzeit fort. Seine vierte Geschichte wird das Staatsorchester im Oktober 2020 in Frankfurt (Oder) uraufführen – wieder mit der preisgekrönten Schauspielerin Martina Gedeck als Erzählerin.

Geleitet wird das BSOF seit der Spielzeit 2018/19 von GMD Jörg-Peter Weigle und Intendant Roland Ott. Sie haben die chorsinfonische Arbeit des Orchesters in neue Dimensionen gehoben – und das musikalische Spektrum modernisiert und in Richtung Cross-Over-Projekte erweitert.