Freitag, 15. Januar 2016, 19.30 Uhr
Konzerthalle

Robert Schumann:
»Manfred«-Ouvertüre op. 115

Frédéric Chopin:
Variationen über »La ci darem la mano« op. 2

Peter I. Tschaikowsky:
»Manfred«-Sinfonie op. 58


Teo Gheorghiu, Klavier
Ernst Theis, Dirigent



31,- / 27,- / 23,- / 16,- E


Teo Gheorghiu
 
WELTSCHMERZMUSIK
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts löste sowohl das exzentrische Leben als auch die Dichtung Lord Byrons eine Welle der Begeisterung aus, die sich in einer Lebenshaltung niederschlug, die als ‚Byronismus‘ bezeichnet wurde und zu deren hervorstechendsten Merkmalen unter anderem das demonstrative Betonen des Lebensüberdrusses sowie des Weltschmerzes gehörten. Die poetische Verkörperung dieser Lebenshaltung war die Figur des emotional verwirrten und seelisch labilen Helden Manfred, der bereit ist, für seine Taten die Konsequenzen zu tragen. Nicht von ungefähr übte dieser tragische Held und Bruder im Geiste von Goethes »Faust« auch auf Komponisten eine große Faszination aus. Robert Schumanns »Manfred«-Version des von ihm auf 975 Verse verknappten »dramatischen Gedichts mit Musik« aus dem Jahre 1884 und Peter Tschaikowskys 38 Jahre später komponierte »Manfred«-Sinfonie gehören dabei zu den herausragenden musikalischen Zeugnissen dieser Byron-Begeisterung. Von Frauen begehrt und von Genies bewundert, war Frédéric Chopins Leben und seine Musik gleichwohl von Weltschmerz und Einsamkeit geprägt. Dies kommt bereits in der langsamen Einleitung der virtuos seelenvollen Variationen über Mozarts »La ci darem la mano« zum Ausdruck, die er 1827 im Alter von gerade 17 Jahren komponierte und die Robert Schumann zu der Feststellung animierten: »Hut ab, ihr Herrn, ein Genie«.

Dieser Geniestreich wird von dem jungen Schweizer Pianisten Teo Gheorghiou interpretiert, der bereits als Zwölfjähriger mit Schumanns a-Moll-Konzert in der Züricher Tonhalle debütierte. Der österreichische Dirigent ernst Theis studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Künste Wien, war u.a. künstlerischer Leiter der österreichischen Kammersymphonie sowie nachfolgend Chefdirigent der Staatsoperette Dresden. Er arbeitet kontinuierlich mit dem MDR zusammen und ist Gastdirigent namhafter europäischer Orchester.
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VORGESTELLT



Jurij Toschmakow

Juri Toschmakov wurde 1952 im bulgarischen Pleven geboren. Er studierte zunächst an der Bulgarischen Musikakademie Sofia, setzte sein Studium an der Prager Musikakademie bei Prof. Jiri Novak (Geige) ... mehr »
 


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