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SO | 29. Mai 2022 | 11:00
Konzerthalle »Carl Philipp Emanuel Bach« - Großer Saal

6. Klassik am Sonntag – Deutsch-Polnische Musikfesttage an der Oder


© copyright Julie-Marie Sundal

Andrzej Panufnik: Sinfonie Nr. 2 »Sinfonia Elegiaca«

Wolfgang Amadeus Mozart / Franz-Xaver Süßmayr: Requiem d-Moll KV 626 / SmWV 105


Johanna Winkel, Sopran

Julie-Marie Sundal, Alt

Thomas Michael Allen, Tenor

Hanno Müller-Brachmann, Bass

Philharmonischer Chor Berlin

Jörg-Peter Weigle, Dirigent

Es gibt zahlreiche Kompositionen, die auf Mythen reagierten. Aber nur wenige, die selbst zum Mythos wurden – so wie Mozarts Requiem. Er starb, bevor er dieses mächtige Werk vollenden konnte. Das hat viel zur Legendenbildung beigetragen. Unsterblich geworden ist das Requiem aber vor allem, weil es aus dem Gebirge der genialen musikalischen Einfälle Mozarts als Monolith herausragt, der den Extremen huldigt. So bewunderte schon Jean Paul den Kontrast von „Mozartischen Donnerwolken“ und „Nachtigallengesang“. Und E.T.A. Hoffmann bestaunte in seiner berühmt gewordenen, wegweisenden Kritik, dass Mozart auf die „bunten, krausen Figuren“ verzichtet habe, die sonst „wie aufgeklebte, knisternde Goldflitter“ solche Werke verzieren würden und dass seine Musik ganz und allein der Verherrlichung des „echtkirchlichen“ Gefühls diene.

Eine unüberschaubare Zahl an Aufführungen und Einspielungen beweist: Mozarts „Requiem“ ist mit seiner überwältigenden Musik eines der bekanntesten und beliebtesten Werke der klassischen Musik.

Aufführen werden wir es gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Berlin. Es dirigiert GMD Jörg-Peter Weigle. Er ist sowohl der Künstlerische Leiter dieses Chores als auch unseres Orchesters.

Unter seiner Leitung spielt das BSOF bei dieser „Klassik am Sonntag“ außerdem Andrzei Panufniks Sinfonie Nr. 2. „Mein Anti-Kriegs-Protest“ nannte der polnische Komponist, der seine Heimat wegen stalinistischer Anfeindungen in den 1950er-Jahren verlassen musste und nach England emigrierte, dieses Werk. Er betonte, diese Sinfonie habe zwar kein literarisches Programm, er habe ihre erste Version aber unter dem Eindruck der deutschen Besetzung Warschaus geschrieben, als er miterleben musste, wie Familienmitglieder und gute Freunde während dieser Zeit des Terrors starben. Seine 2. Sinfonie sei Ausdruck seiner Anteilnahme für alle Kriegsopfer und sei ein Protest gegen Inhumanität, Kriegswahnsinn und Gewalt. Kaum ein Werk könnte besser in unsere vom Krieg erschütterte Gegenwart passen als dieses.

Tickets: 33,00 / 29,00 / 23,00 / 16,00 €

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