Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt

Die Gründung des heutigen Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt geht auf das Jahr 1842 zurück. Es ist mit 86 Musikern aus 10 Ländern der größte sinfonische Klangkörper Brandenburgs und versteht sich als offizieller musikalischer Botschafter des Landes. Seine regionale, nationale und internationale Präsenz orientiert sich an diesem Selbstverständnis. Chefdirigent und künstlerischer Leiter ist GMD Howard Griffiths, der zusammen mit dem Intendanten Peter Sauerbaum den Aktionsradius ständig weiter ausdehnt. So ist das Orchester neben den Konzerten in seiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) auch ständig im Land Brandenburg präsent, es gastiert in der gesamten Bundesrepublik sowie international. Das Orchester sieht eine wesentliche Aufgabe in der Aufführung von Werken vergessener sowie in der Uraufführung von Werken neuer Komponisten und sieht sich ebenso in der Pflicht, wenn es um die Unterstützung und Förderung junger Künstler geht: Seit vielen Jahren bietet es in der Zusammenarbeit mit der Schweizer Orpheum-Stiftung oder mit dem Dirigentenforum jungen Künstlern Auftrittsmöglichkeiten.

Seit 2002 begleitet das Brandenburgische Staatsorchester die jährliche Operngala der Kammeroper Schloss Rheinsberg, seit 2007 die Benefizgala für die Kammeroper in der Berliner Mercedeswelt am Salzufer. Es ist ständiger Gast im Potsdamer Nikolaisaal und Stammorchester beim Choriner Musiksommer. Das international gestiegene Renommee des Brandenburgischen Staatsorchesters bewies sich auch 2008, als das Orchester von Papst Benedikt XVI. eingeladen wurde, im Vatikan zu spielen. Seit dem Jahr 2010 begleitet es die jährliche Kinderoper bei den Bayreuther Festspielen. Neben zahlreichen CD-Einspielungen hat das Brandenburgische Staatsorchester mehrere Filmmusiken eingespielt, es ist Mitglied der Europäischen Filmphilharmonie.

2012 brachte die Uraufführung des Stückes »Die Hexe und der Maestro« – eine märchenhafte Orchestergeschichte für Kinder von Howard Griffiths, die der Schweizer Hug-Verlag auch als Buch herausgab und Deutschlandradio Kultur auf CD einspielte – dem Orchester viel Aufmerksamkeit. Das Buch schaffte es auf die Auswahlliste der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur sowie in die Endrunde des »junge ohren wettbewerb« für alle deutschsprachigen Länder.

Unser Augenmerk richtet sich bevorzugt auf die Zusammenarbeit mit unseren östlichen Nachbarn. Seit vielen Jahren veranstalten wir zusammen mit der Philharmonie Zielona Gora die deutsch-polnischen Musikfesttage an der Oder, seit drei Jahren arbeiten wir auch mit der neuen Philharmonie Gorzow zusammen: Wir eröffneten 2011 gemeinsam das neue Konzerthaus in Gorzów mit Beethovens 9. Sinfonie. Ebenfalls seit drei Jahren gibt es gute Kontakte zur Musik-Universität in Warschau und zum Tschaikowski-Konservatorium in Moskau. Besonders begabte Solisten dieser Hochschule traten bereits mehrfach mit dem BSOF auf, im nächsten Jahr wird es unter der Leitung von GMD Howard Griffiths ein deutsch-russisches Dirigenten-Seminar geben.

Eine besondere Aufgabe sieht das Orchester auch in der Förderung der Education-Arbeit für Schulen. Seit der Saison 2008/2009 organisiert es jährlich Education-Projekte, über das Projekt »Sing yiddish/Brundibar« gab es im Jahr 2011 einen Dokumentarfilm des RBB in Zusammenarbeit mit dem WDR und ARTE, der am Jahresende von den drei Sendern ausgestrahlt wurde. Seit dem Jahr 2012 läuft ein dreijähriges Education-Projekt mit ca. 450 deutschen und polnischen Schülern, das von der DROSOS Stiftung in Zürich ermöglicht wird.


 
 
 

      UNSER NÄCHSTES KONZERT


Mittwoch, 23. April 2014,
19.30 Uhr
Konzerthalle


Claude Debussy
Arabesque I (Bearb.)

Maurice Ravel Streichquartett F-Dur op. 35

Maurice Ravel
Bearbeitung aus Ma Mére l'Oye

Antonin Dvorak
Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 (Amerikanisches Streichquartett)


Catori-Quartett
Klaudyna Broniewska, Stefan Hunger, Violine
Claudia Georgi, Viola
Thomas Georgi, Violoncello



15,00 €


 


WUSSTEN SIE SCHON?